Begrünte Garagen

Garagen am Haus sind meistens separat gemauerte Nebengebäude. Oft haben sie ein flaches Dach, oftmals mit einem leichten Gefälle zur Entwässerung hin. Ob mit oder ohne Gefälle, sie sind roof-terrace-790426_640(2)hervorragend für eine naturnahe Begrünung geeignet, Voraussetzung dafür ist, dass man ein passendes Substrat verwendet. Das Zustandekommen eines Gefälles mittels Schaumplatten ist überflüssig, denn einige Millimeter stehendes Wasser auf einem ebenen Dach werden vom Substrat schnell aufgenommen.

Ein Garagendach besteht überwiegend aus einer gegossenen oder aus Fertigteilen gespannten Betondecke. Der Dachrand der Garagen ist normalerweise etwa 10 cm erhöht, sodass das eine Wanne ergibt. Diese kann nach Bedarf mittels aufgeschraubte Balken relativ leicht erhöht werden. Bei älteren Garagen besteht die Dachdichtung aus Bitumenbahnen, die an den Nähten verschweißt wurden. Zum Schutz vor Sonneneinstrahlung werden diese mit Energieschicht abgedeckt. Moderne Dichtungsbahnen für das Dach sind auch ohne Abdeckung UV-stabil.

Eine Entwässerung findet meist über einen Eckgully statt, der in einem außen angebrachten Fallrohr mündet. Garagen stehen überwiegend neben dem Wohnhaus sind daher oftmals nur einen halben Tag der Sonne ausgesetzt. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Nachbarhäuser Schatten werfen. Es ist aber auch möglich, die Garage so anzuordnen, dass sie nach Süden zeigt. Doppelgaragen können unter Umständen als Dachgarten genutzt werden, sofern ein Fallschutz vorhanden ist. Dieser muss allerdings beim Bauamt beantragt werden.

Sollte das Grundstück am Hang gelegen sein, ist es möglich die Garage oftmals in den Vorwahlen zu integrieren und damit auch zu begehen. Die Begrünung wird sich hier an dem bodengleichen Nachbarbeeten orientieren. Ist eine Garage in den Hang gebaut, müssen deren Wände wesentlich massiver sein, um den Hangdruck aufzufangen. Auch das Dach ist für höhere Lasten ausgelegt. In diesem Fall kann das Dach mittels einer dicken Auflage aus Substrat intensiv begrünt und in die Vorgartengestaltung mit einbezogen werden.

Will man das doch reich strukturieren, können an Stellen die höhere Lasten aushalten, Substratshügel, gestützt von einem Rand aus Steinen geschafft werden, um dort anspruchsvollere Stauden zu pflanzen.

Vorsicht beim Pflanzenkauf

Bei einer naturnahen Begrünung sollte man nur auf bewährte Samenmischungen heimischer Arten von spezialisierten Fachbetrieben zurückgreifen oder sich die Topfwaren von einer Gärtnerei zusammenstellen lassen. Auf keinen Fall sollte man irgendwelche Pflanzen auf dem Dach einsetzen. Denn was direkt im Gartenboden funktioniert, kann auf dem Dach in die Hose gehen.