Grundsätzliches zum Renovieren

the-interior-of-the-254577_640Unumstritten ist, dass bei größeren Veränderungen der Trockenbau die günstigste Alternative ist. Er ist preisgünstig und mit relativ wenig Aufwand verbunden. Für Trockenbau entscheiden sich häufig Menschen, die entweder einen Raum abtrennen wollen oder auch in Altbauten bestehende, uneben Wände durch eine gerade Fläche ersetzen wollen, ohne viel Aufwand.

Anleitung zum Bau einer Trockenbauwand

Ähnlich wie beim Tapezieren ist zunächst die Menge des Materials zu ermitteln. Beim Verschnitt sind bis zu 10 % einzuberechnen. Anschließend ist eine Materialliste zu erstellen.

  • Trockenbauplatten
  • Bau-Ständerwerk
  • Spachtelmasse
  • Mineralwolle
  • Gewebeband
  • PE-Folie
  • Schrauben
  • Spax-Schrauben
  • Dübel

Beim Kauf ist zu überlegen, ob wasserfeste Trockenbauplatten erforderlich sind. Für Räume, wie das Badezimmer oder den Keller bieten sich die Feuchtraumtrockenbauplatten an.

Folgendes Werkzeug wird benötigt:

  • Wasserwaage
  • Blechschere
  • Cuttermesser
  • Hammer
  • Tacker
  • Schwingschleifer
  • Glättekelle
  • Bohrmaschine mit diversen Aufsätzen

Zunächst gilt es die Markierung an der Wand, dem Boden und der Decke anzubringen. Sie zeigen den Verlauf der Rahmenprofile. Nachdem sie mit der Blechschere korrekt zugeschnitten wurden, wird am unteren Teil des Rahmens ein Dichtungsband angebracht, welches die Schallübertragung minimiert. In einem Abstand von maximal 1 m werden die Rahmenprofile mit den Drehstiftdübeln fixiert. Der Breite der Gipsplatten sind die Rahmenprofile anzupassen. Bei der Berechnung ist zu beachten, dass 1,5 cm für das lichte Raummaß, abgezogen werden müssen.

Aussteifungsprofile und Türpfosten-Winkel machen sich erforderlich, wenn in die Trockenbauwand eine Tür eingebaut werden soll. Weiterhin ist zu bedenken, ob Steckdosen, Schalter oder ähnliche Aussparungen in dieser Wand benötigt werden. Die letzte Vorbereitung vor der Montage ist die Dämmung. Zum einen wird diese benötigt zur Wärme- und Feuchtigkeitsisolation und zum anderen dient sie auch der Minderung von Geräuschen. Als günstiges Dämmmaterial ist Mineralwolle geeignet. Für die Dampfsperre, die als Kältebrücke dient, ist PE-Folie einzuziehen. Der Schimmelbildung wird damit effizient vorgebeugt.

Montage

Cuttermesser oder eine Stichsäge können zum Zuschneiden der Gipsplatten verwendet werden. Der nächste Arbeitsschritt ist das Beplanken. Hierfür werden die zugeschnittenen Platten mit den Spax-Schrauben an dem Ständerwerk fixiert. Wenn alle Platten positioniert sind, muss die Wand noch verspachtelt werden. Mit dem Spachtel wird die erste Schicht Spachtelmasse aufgetragen, ehe zur Stabilisierung das Gewebeband auf die Zusammenstöße gelegt wird. Nun wird nochmals Spachtelmasse aufgetragen. Es erfolgt das Abziehen mit der Glättekelle.

Die Wand muss noch abgeschliffen werden. Dazu muss alles angetrocknet sein. Mit dem Winkelschleifer werden die letzten Unebenheiten beseitigt. Nun kann die Grundierung aufgetragen werden.